Norway-Trip
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29. Mai 2019

Oslo – Budapest – Oslo – Bodø

Oslo – Budapest – Oslo – Bodø
29. Mai 2019

Oslo – 23.-24. Mai 2019

Wie bereits im letzten Eintrag erwähnt, schlief ich lediglich im Flughafen Hotel Oslo, damit ich Zeit für den Weg zum Flughafen sparen konnte. Im Hotelzimmer legte ich meine kompletten Sachen aus, damit ich einen Überblick bekam, was ich nach Budapest mitnehmen wollte und was ich im Hotel-Gepäckraum einschliessen wollte. Da der Gepäckraum nicht gesichert war, beschloss ich mein Macbook sowie meine Kamera nach Budapest mitzunehmen. Meinen grossen Rucksack packte ich so kompakt wie möglich, damit alles zusammen in einem Fach platz hatte. Mein Reisegepäck war sehr leicht, da ich nicht viele Kleider für Budapest benötigte. Nach einer kurzen Nacht stand ich am nächsten morgen sehr früh auf.

Budapest – 24.-26. Mai 2019

Mein Flug nach Budapest für den Junggesellenabschied von Dodo ging um 9 Uhr. Ich plante genügend Zeit ein um zu Duschen und zu frühstücken, damit ich anschliessend auch genug Zeit hatte, mein Mietauto zu putzen. Bei einer nahegelegen Tankstelle wusch und saugte ich das Auto so gut es ging und tankte es vollständig auf. Beim Flughafen angekommen, war nur ein einziger Mitarbeiter von Hertz vor Ort, welcher dazu noch sehr beschäftigt schien. Er sagte mir, dass ich das Auto einfach stehen lassen konnte und den Schlüssel ins Büro bringen soll. Einfacher hätte ich mir die Rückgabe nicht vorstellen können, was mich aber auch Zweifeln liess, ob das Auto auch wirklich im erwarteten Zustand zurückgenommen wird. Ich vertraute darauf, dass alles bestens sei und begab mich anschliessend ins Flughafengebäude. Das Checkin hatte ich am Vorabend bereits online erledigt und konnte somit direkt durch die Sicherheitskontrolle und anschliessend zum Gate. Ich war eine Stunde zu früh und versuchte meinen schläfrigen Körper wach zu halten. In der Zwischenzeit wurde Dodo in der Schweiz von den 19 anderen Teilnehmern zu seiner Überraschung geweckt. Sie fuhren mit dem Zug zum Basler Flughafen und nahmen die Maschine nach Budapest. Bei mir am Gate hingegen erreichte mich die Durchsage über den verspäteten Abflug. Dies verunsicherte mich ein wenig, da der Flug ziemlich genau mit der Ankunft der anderen aus der Schweiz geplant war. Das Flugzeug hob mit einer minimalen Verspätung ab holte diese während des Fluges wieder ein. In Budapest angekommen erlebte ich einen regelrechten Kulturschock. Es war warm und stickig und der Flughafen wirkte sehr altmodisch im Gegensatz zu Oslo. Auch die vielen Leute und das Gedränge machten mir etwas zu schaffen. Von der Informationstafel entnahm ich, dass der Flug meiner Freunde 1.5h Verspätung hatte. Ich schlug also die Zeit Tod und freute mich auf das wiedersehen mit den bekannten Gesichtern als sie schliesslich eintrafen. Francis, der Trauzeuge von Dodo, organisierte einen hervorragenden Junggesellenabschied mit der ausnahmslos hohen Anzahl an Teilnehmern. Wir wurden vom Flughafen mit einem Partybus abgeholt und konnten anschliessend unser Gepäck im vorab gebuchten Airbnb deponieren. Man muss dazu noch erwähnen, dass es nur für 16 Personen ausgelegt war. Dafür hatte Francis 5 Luftmatratzen mitgenommen, welche natürlich Dodo mit einer Luftpumpe aufblasen musste. Anschliessend erlebten wir eine schöne Schifffahrt auf der Donau. Wir sahen einige Sehenswürdigkeiten und genossen die Zeit mit Freibier auf dem Terrassendeck. Das darauf folgende Abendessen nahmen wir in einem Steakhouse ein, welches uns provisorisch aufnehmen konnte. Denn bei der Buchung beim eigentlichen Restaurant ging etwas schief, woraufhin dessen Wirt nichts von uns wusste und uns auch nicht bedienen konnte. Doch die Alternative war zu unserem Glück der besserer Ersatz. Den Rest des Abends feierten wir ausgelassen in der Innenstadt.

Am nächsten Tag stand für Dodo das Geldverdienen auf dem Programm. Er musste sich, mit Badehose und einem zu kurzen T-Shirt mit Zielscheibe, von Passanten für Geld mit Wasserballons bewerfen lassen. Wir hingegen liefen mit schönen Anzügen mit ihm mit. An dieser Stelle einen riesigen Dank an Thomii, welcher meinen Anzug aus der Schweiz mitbrachte. Bei einem Park mit diversen Attraktionen machten wir halt und assen eine Kleinigkeit. Dodo bekam dort von uns einen Kinderballon, Elfenflügel und eine herzige Gesichtsbemalung geschenkt, mit welcher er den Rest des Tages herumlaufen musste. Es war ein heisser Tag und wir alle wären lieber wie Dodo gekleidet gewesen, statt in unseren viel zu warmen Anzügen. Ich fand jedoch das Bild von 20 gut aussehenden Männern und einem mit Kinderzeug geschmückten angehenden Ehemann fantastisch. Bevor wir uns zum nächsten Programmpunkt aufmachten, gingen wir zurück ins Airbnb und machten uns Frisch. Dodo durfte sich auch in Schale werfen, jedoch einem von Francis organisierten pinken Anzug. Anschliessend ging es mit dem Car zu einer Pferderennbahn. Die Jungs wetteten eifrig mit und wir hatten sogar jemand, der bei allen drei Rennen aufs jeweils richtige Pferd setzte. Das Abendessen in einem anderen Steakhouse als zuvor war nicht gerade sehr umwerfend doch es reichte um satt zu werden. Danach gingen wir noch in einen Technoclub, welches sich auf einem stationären Schiff auf der Donau befand. Wir feierten bis in den morgen und mussten nach einem kurzen Schlaf bereits unsere Sachen packen für die Rückreise. Ich fuhr mit den Jungs zusammen an den Flughafen und verabschiedete mich dort.

Oslo – 26.-27. Mai 2019

Mein Rückflug von Budapest nach Oslo ging wie geplant und nach etwa 2h war ich wieder zurück in Norwegen. Die kühle und frische Luft hier hatte ich vermisst. Der Shuttle-Bus fuhr mich direkt zum Hotel Comfort Runway, wo ich wiederum eincheckte und sehr früh schlafen ging um mein Defizit wieder aufzuholen. Vorher musste ich meine Sachen flugreisetauglich packen, was bedeutete, dass ich nochmals alles komplett ausräumte und platzsparend wieder in die Rucksäcke verteilte. Anschliessend fiel ich fasst ins Koma und schlief bis am nächste morgen tief und fest durch.

Bodø – 27.-29. Mai 2019

Heute war es soweit und ich setzte meine Norwegen-Reise offiziell fort. Nach einem ausgiebigen Hotel-Frühstück checkte ich aus und nahm den Shuttle-Bus zum Flughafen. Dort konnte ich völlig autonom einchecken und sogar mein Gepäck selber aufgeben. Dies sparte enorm viel Zeit und auch die Sicherheitskontrolle liess ich schnell hinter mir, da ich mittlerweile sehr geübt drin war wie das ganze Prozedere funktionierte. Somit hatte ich mehr als genug Zeit am Abfluggate. Ich setzte mich an das benachbarte Gate, weil meines komplett mit Leuten gefüllt war und versuchte die Zeit totzuschlagen. Vor allem aber versuchte ich nicht einzuschlafen, da ich nach wie vor ziemlich gezeichnet vom vergangenen Wochenende war. Dann ging es endlich los und der Flug nach Bodø hob pünktlich ab. Ich hätte gerne einen Fensterplatz gehabt, doch konnte auch vom Gang aus immer wieder einen kurzen Blick auf die norwegische Landschaft erhaschen. Nach etwa einer Stunde landeten wir bereits wieder und ich fühlte anhand der deutlich kühleren Luft, dass ich mich nun oberhalb des Polarkreises befand. Ich wartete auf das Gepäck und lief anschliessend zu Fuss zum vorab gebuchten Airbnb von Per, welches sich in Flughafennähe befand. Er begrüsste mich herzlich und zeigte mir das Schlafzimmer. Die restliche Wohnung teilte ich mit ihm. Ich sagte ihm, dass ich noch ziemlich müde war und legte mich schlafen. Er ging in dieser Zeit seinem Hobby nach und fuhr zum nächsten Golfplatz. Als ich etwa um 11 Uhr abends aufwachte, war es immer noch taghell. Ich hatte völlig vergessen, dass es nun oberhalb des Polarkreises für die nächsten zwei Monate nicht mehr Dunkel wird. Dieses Phänomen nennt man Mitternachtssonne. Das heisst die Sonne berührt nur leicht den Horizont bevor sie wieder hoch steigt. Weil ich also noch Tageslicht hatte, beschloss ich die Zeit zu nutzen und machte eine kleine Streetart-Tour durch Bodø. Es war wunderschön ruhig und nur sehr wenig Leute auf der Strasse. Ich lief die vorher recherchierte Route ab und sah einige schöne Werke an den Hausfassaden. Danach lief ich am Hafen entlang und genoss die Farben, welche die Sonne an den Himmel zeichnete. Anschliessend ging ich wieder nach Hause und legte mich erneut schlafen.

Den nächsten Tag verbrachte ich hauptsächlich zuhause und entspannte. Ich ging zwischenzeitlich noch kurz einkaufen. Dann schrieb ich an meinem Blog weiter und plante zusammen mit Per die nächsten Reisetage. Er gab mir wertvolle Tipps für die Lofoten, Vesterålen und Senja. Ich buchte daraufhin ein Airbnb etwa in der Mitte der Lofoten, damit ich alle geplanten Orte gut erreichen konnte. Per erzählte mir auch viele Geschichten über sich selbst und das Beherbergen von Airbnb-Gästen. Wir kochten zusammen Abendessen und verbrachten den Rest des Abends, über alle möglichen Themen redend, auf dem Sofa. Ich bereitete noch mein Gepäck vor, was auch er machen musste, da er für die kommenden Tage nach Oslo verreiste.

Über dieses Tagebuch

Das ist mein digitales Reisetagebuch aus Norwegen. Ich fahre von April bis Juni 2019 durch ganz Norwegen – vom Süden bis in den hohen Norden. Wöchentlich schreibe ich einen Tagebuch-Eintrag über meine Erlebnisse und halte meine Eindrücke in der Foto-Galerie fest.
Viel Spass beim anschauen!

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Reisevorbereitung2. April 2019
© 2019 – Michael Egger